Lesetipp:

Vor 100 Jahren eröffnet: Betriebshof Steglitz

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Obusse als GastAm Hindenburgdamm 68 in Steglitz werden heute Nobel-Karossen feilgeboten. Wer aber das Gelände genauer betrachtet (und wer Christian Wincks Artikel gelesen hat), der weiß, dass das Areal zwischen Geranien- und Resedenstraße jahrzehntelang anderen Zwecken diente: Im Jahre 1913 wurde auf diesem Gelände ein Straßenbahnbetriebshof eröffnet. Das benachbarte Depot, auf dem noch „zierliche Dampfwagen“ stationiert waren, reichte nicht mehr aus für die neuen elektrischen Straßenbahnen, die damals den zunehmenden Verkehr im Berliner Südwesten zu bewältigen hatten.

Letzte Straßenbahnen vom Hof StegDer Hof Steglitz hatte eine für Straßenbahnhöfe ungewöhnliche Geschichte: Bald beherbergte er außer Straßenbahnen auch Obusse, und im Jahre 1962 wurde auf dem Gelände ein Hof für den Autobusverkehr eröffnet. Schließlich zog sich die BVG 1997 aus dem Gelände zurück, kurze Zeit nutzte es die Feuerwehr als Ausweichquartier – bis (siehe oben). Christian Winck hat diese ungewöhnliche und interessante (Verkehrs-)Geschichte nicht nur ausführlich beschrieben, sondern auch – was den Statistiker freuen wird – Tabellen zur Stationierung von Straßenbahnwagen im Hof Steglitz beigegeben. Und natürlich vermitteln diverse Illustrationen anschauliche Eindrücke vom Straßenbahn-, Obus und Busbetrieb auf dem Hof Steglitz.

BusparadeChristian Winck:
Vor 100 Jahren eröffnet: Betriebshof Steglitz

In: „Verkehrsgeschichtliche Blätter“, Heft 2/2013, S. 30-37

Und zu dem Vorläufer des Hofes Steglitz, der ganz in der Nähe lag, hat Sigurd Hilkenbach einige seltene Bilder und informative Zeilen beigegeben.

Sigurd Hilkenbach:
Ein Grundstück weiter – der alte Betriebshof erzählt Straßenbahn-Geschichte

In: „Verkehrsgeschichtliche Blätter“, Heft 2/2013, S. 38

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