Lesetipp:

50 Jahre Tw 10 der „Cöpenicker Straßenbahn“

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Ein hal­bes Jahr­hun­dert ist der am 21. Juni 1969 in Betrieb genom­me­ne his­to­ri­sche Trieb­wa­gen 10 der ehe­ma­li­gen „Cöpe­ni­cker Stra­ßen­bahn“ nun schon im Ein­satz. Drei Autoren berich­ten in vier Bei­trä­gen aus unter­schied­li­cher Per­spek­ti­ve über die­ses beson­de­re Fahr­zeug und über die Stra­ßen­bahn­freun­de, die ihn damals umge­baut hat­ten und die inzwi­schen eine gan­ze Flot­te his­to­ri­scher Ber­li­ner Stra­ßen­bahn­fahr­zeu­ge (der­zeit 49 Wagen) betreu­en. Der ers­te öffent­li­che Ein­satz des Tw 10 zur Eröff­nung des Stadt­be­zirks­fes­tes „Köpe­ni­cker Som­mer“ in jenen Juni­ta­gen 1969 wur­de beglei­tet von einer begeis­ter­ten Men­schen­men­ge. Auch die „Ber­li­ner Zei­tung“ sah in die­sem ers­ten Auf­tritt des Tw 10 einen Höhe­punkt im Ber­li­ner Stadt­le­ben und berich­te­te: „1903 lös­te die ‚Elek­tri­sche‘ die bis dahin in Cöpe­nick ver­keh­ren­de Pfer­de­bahn ab. Unter­neh­mungs­lus­ti­ge Bast­ler gaben einem alten Arbeits­wa­gen, den freund­li­cher­wei­se die BVG zur Ver­fü­gung stell­te, das Gesicht der dama­li­gen Stra­ßen­bahn. Sie roll­te an der Spit­ze des Fest­um­zu­ges mit Gäs­ten und dem ‚BZ‘-Reporter in Rich­tung Schloß­in­sel.

In den 50 Jah­ren seit sei­ner „Wie­der­be­le­bung“ hat­te Tw 10 außer bei der Eröff­nung des „Köpe­ni­cker Som­mers“ unzäh­li­ge Auf­trit­te – und wur­de immer von Fahr­gäs­ten und Zuschau­ern an der Stre­cke begeis­tert gefei­ert. Das zei­gen vie­le Fotos des Bei­tra­ges aus unter­schied­li­chen Zei­ten, dar­un­ter zwei Sei­ten mit far­bi­gen Bil­dern. Durch die vier Arti­kel erfährt der Leser auch wich­ti­ge Fak­ten zur Geschich­te die­ses his­to­ri­schen Fahr­zeugs und etli­che – teils inter­ne – Details, wie die denk­mal­ge­rech­te Wie­der­her­stel­lung gelang. Es war auch nicht selbst­ver­ständ­lich, dass Tw 10 in der wie­der­ver­ei­nig­ten Stadt im Glei­se blei­ben konn­te. Ohne die Hart­nä­ckig­keit der Stra­ßen­bah­nen­thu­si­as­ten wäre der Wagen wohl auf dem Abstell­gleis gelan­det! Aber nach einer Haupt­un­ter­su­chung zeig­te er sich nicht nur äußer­lich in fri­schem Glanz, son­dern erfüllt nun auch aktu­el­le tech­ni­sche Anfor­de­run­gen. Die Ver­ant­wor­tung für den Tw 10 und die Flot­te his­to­ri­scher Stra­ßen­bahn­fahr­zeu­ge liegt heu­te beim Denk­mal­pfle­ge­ver­ein Nah­ver­kehr (DVN). Das Jubi­lä­um bie­tet Anlass, den Leu­ten vom DVN bei der Erhal­tung der Flot­te wei­ter­hin Erfolg zu wün­schen. Schließ­lich spie­geln die his­to­ri­schen Fahr­zeu­ge wich­ti­ge Kapi­tel der Ber­li­ner Stadt­ge­schich­te.

Sigurd Hil­ken­bach:
Ein Kapi­tel Vor­ge­schich­te des Tw 10

Joa­chim Kubig:
Aus A 277II wird Tw 10 der ehe­ma­li­gen Städ­ti­schen Stra­ßen­bahn Cöpe­nick

Rein­hard Demps:
Zur Ent­ste­hung der Samm­lung His­to­ri­sche Ber­li­ner Stra­ßen­bahn­fahr­zeu­ge der BVG

Joa­chim Kubig:
Wie alles ange­fan­gen hat­te … Von ers­ten Fan­ta­si­en zum fahr­fä­hi­gen Old­ti­mer Tw 10

In: „Ver­kehrs­ge­schicht­li­che Blät­ter“, Heft 3/​2019, S. 58 – 69

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